063: Instagram-Pause – Was passiert, wenn wir aufhören, uns ständig abzulenken?

Shownotes

Eigentlich wollte ich nur eine Pause von Instagram machen. Doch schon nach wenigen Tagen wurde mir klar: Es geht gar nicht um Social Media. Es geht um unsere Gewohnheiten. Um die kleinen Automatismen, die unseren Alltag bestimmen. Und um die Frage, was passiert, wenn wir aufhören, jede freie Minute zu füllen.
In dieser Folge teile ich meine ganz persönlichen Gedanken darüber, warum Stille manchmal so ungewohnt ist, weshalb Langeweile vielleicht der Beginn von Kreativität sein kann und wie wir wieder mehr bei uns selbst ankommen.

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00:00:08: Herzlich willkommen bei essential hippie, deinem Podcast für inneres Wachstum und Business mit Seele.

00:00:17: Ich bin Birgit, Ölaliphaberin, Herzensnetwerkerin, Spiritjunkie und hippie im Herzen.

00:00:26: Hier geht es um das was uns wirklich bewegt Das echter Leben, das freie Business Und die Rückverbindung zu dir selbst.

00:00:35: Schön dass du da bist.

00:00:40: Ich möchte heute mit dir über etwas sprechen, das in den letzten Tagen etwas mit mir gemacht hat.

00:00:51: Eigentlich ist es eine Kleinigkeit oder etwas Kleines ja?

00:01:00: Zumindest hat sich das im ersten Moment für mich so angefühlt.

00:01:06: Aber... In Wirklichkeit ist es das nicht, ja?

00:01:10: Ich verrate dir jetzt um was es geht.

00:01:12: Und zwar geht's um eine Instagram Pause und vielleicht denkst du jetzt okay Birgit macht halt eine Social Media Pause.

00:01:23: aber genau darum gehts eigentlich überhaupt nicht denn diese Pause hat etwas in mir sichtbar gemacht dass Nicht so ganz, nicht so wirklich offensichtlich für mich war.

00:01:45: Diese Pause hat mir gezeigt wie oft ich gar nicht bewusst entscheide Wie oft ich einfach mache also wie oft dich einfach funktioniert?

00:01:58: Wie oft Ich Dinge tue ohne sie wirklich zu wählen aus einem Automatismus heraus.

00:02:08: Und Automatismen sind ja an sich nichts Schlechtes, das spart ja Energie.

00:02:17: Aber es kommt halt auf den Automatismus an, ob er mir dient oder eben nicht.

00:02:25: und ich habe in den letzten Tagen einfach wieder gemerkt, mir ist wieder bewusst geworden wie sehr unser Leben auch von kleinen Automatismen geprägt ist.

00:02:38: Nicht von den großen Entscheidungen, nicht von den grossen Wendepunkten sondern von Dingen die wir eben jeden Tag tun ohne überhaupt darüber nachzudenken.

00:02:52: und ich glaube da steckt unglaublich viel drinnen für uns.

00:02:58: Die Idee zu dieser Pause hatte ich übrigens nicht erst Letzte Woche, sie war schon länger da.

00:03:06: Immer wieder ist mir dieser Gedanke gekommen.

00:03:09: zu ganz leiser im Hintergrund hat sich dieses Gefühl gemeldet das Gefühl dass meine Instagram Pause gut tun würde und vielleicht kennst du das auch?

00:03:24: Da ist ein Gefühl, der es nicht aufdrängt.

00:03:33: Es ist nicht laut in dir, es schreit nicht nach dir.

00:03:38: Es ist vielmehr so, dass es ganz leiser und vorsichtig anklopft.

00:03:46: Und ich habe dieses Gefühl zwar wahrgenommen aber ich hab einfach weitergemacht Ich hab's wieder weggedrückt.

00:03:58: Das war nicht so das ich mich jetzt bewusst gegen diesen Gedanken oder gegen dieses Gefühl entschieden habe.

00:04:06: Ich habe halt einfach weitergemacht, ich war beschäftigt.

00:04:12: Ich wollte noch schnell etwas nachschauen auf Insta, ich wollte noch schnelle Stories von anderen schauen und ich wollte selbst etwas posten.

00:04:22: Und so wie es halt ist ohne nachzudenken die App immer wieder aufgemacht.

00:04:29: So wie ich es gewohnt war, so wie mein Automatismus war Und letztes Wochenende waren dann meine Tochter Julia und ihr Freund Jonah bei uns.

00:04:43: Irgendwann haben sie erzählt, dass sie gerade eine Social Media Pause machen und in diesem Moment habe ich gewusst... Ich mach mit!

00:04:52: Ja das war keine große schwere Entscheidung wo ich lange überlegen musste.

00:04:58: Das war wie so ein Wiedererkennen So nach dem Motto stimmt Genau das wollte ich schon seit ein paar Wochen machen.

00:05:08: Manchmal brauchen wir Menschen im Außen und zwar nicht damit zu uns sagen, was wir tun sollen sondern damit sie uns inspirieren und ermutigen und dass sie uns an das erinnern was wir eigentlich eh schon wissen oder spüren.

00:05:24: ja?

00:05:26: Ich finde diesen Gedanken wunderschön!

00:05:29: Wie oft glauben dass andere Menschen uns auf neue Ideen bringen.

00:05:37: Vielleicht bringen sie uns gar nicht auf neue ideen, vielleicht erinnern Sie uns einfach an etwas das schon längst in uns war?

00:05:52: Ja und ich bin jetzt gerade erst ein paar Tage in dieser Pause, heute wo ich die Podcastfolge aufnehme.

00:06:01: Den Dienstagspost und die Podcast-Ankündigung am Freitag gibt es natürlich trotzdem.

00:06:12: Aber sonst bleibt Insta im August geschlossen!

00:06:19: Und weißt du, was mich am meisten überrascht hat?

00:06:22: Wie oft ich trotzdem automatisch zum Handy greife, wie oft ich den Impuls habe.

00:06:29: Ah jetzt würde ich so gerne!

00:06:33: Ich sitze zb auf der Terrasse, ich trinke einen Kaffee und ich greif zum Handy.

00:06:40: Ich warte darauf dass das Essen fertig wird... ...ich greift zum Handy!

00:06:51: Und jedes Mal denke ich mir, ah da ist ja nix, ins da ist er gar nicht.

00:06:57: Da und genau in diesen kleinen Momenten ist mir etwas bewusst geworden.

00:07:05: eigentlich wollte ich gar nicht auf Instagram.

00:07:08: Ich wollte einfach nur dieser kleine Lücke füllen diese paar Sekunden dieser kleine Pause dieses kurze Nichts.

00:07:21: und dann habe ich mich gefragt Warum eigentlich?

00:07:25: Warum fällt es uns so schwer, einfach einmal nur da zu sein.

00:07:32: Warum muss jede freie Minute gefühlt werden?

00:07:36: Warum halten wir Stille oft so schlecht aus?

00:07:42: Ich glaube nämlich nicht dass Instagram das Problem ist.

00:07:46: Instagram ist nur eine Möglichkeit!

00:07:49: Früher war's vielleicht der Fernseher... Oder eine Zeitung, das Radio die Arbeit putzen essen oder irgendeine andere Beschäftigung.

00:08:03: Vielleicht hat sich einfach nur das Werkzeug geändert aber das Muster dahinter ist geblieben.

00:08:11: und genau dieses Muster interessiert mich!

00:08:16: Warum lenken wir uns eigentlich so gerne ab?

00:08:21: Und ich habe darüber nachgedacht und ich glaube, Ich hab zumindest für mich eine Antwort gefunden.

00:08:28: Nicht diese einer gültige Wahrheit aber eben meine Wahrheit!

00:08:35: Ich glaube Ablenkung schützt vor Begegnung Vor der Begegenung mit uns selbst Denn sobald es still wird tauchen plötzlich Gedanken auf Fragen Gefühle Sehnsüchter.

00:08:57: Vielleicht sogar so etwas die Traudigkeit oder Einsamkeit, oder Langeweile vielleicht aber auch Ideen und genau deshalb füllen wir die Stille so schnell mit irgendetwas ja nicht bewusst sondern automatisch.

00:09:24: Und genau das meine ich mit Automatismen die laufen einfach ohne dass wir sie bemerken.

00:09:35: Ich habe in den letzten Tagen etwas Spannendes beobachtet, immer dann wenn ich automatisch zum Handy greifen wollte und ich es nicht gemacht hab ist etwas passiert.

00:10:05: aber unser Gehirn will sofort füllen.

00:10:09: Mit Reals, mit Postings, mit einem Beitrag in dem wir im Stories anschauen Hauptsache da ist irgendwas.

00:10:20: und genau das hat mich nachdenklich gemacht.

00:10:22: Ich habe mich gefragt Wann bin ich eigentlich das letzte Mal einfach nur mit mir selbst gewesen?

00:10:31: Ohne Input ohne Unterhaltung ohne Ablenkung Einfach nur ich.

00:10:44: Ich glaube, wir leben heute in einer Zeit, in der wir fast ständig konsumieren.

00:10:51: Wir konsumiren Informationen Wir konsummieren Meinungen Bilder Videos Podcasts Nachrichten Und...ich liebe vieles davon.

00:11:05: Ja!

00:11:06: Ich höre selbst Podcasts Ich lese Bücher lerne unglaublich gerne.

00:11:12: Es geht überhaupt nicht darum, all das schlecht zu reden.

00:11:17: aber irgendwann habe ich mich gefragt wann darf eigentlich noch etwas aus mir heraus entstehen?

00:11:30: denn wenn wir ständig aufnehmen dann bleibt wenig Platz dafür selbst etwas entstehen zu lassen.

00:11:38: Das ist wie in einem Garten.

00:11:40: Stell dir vor, du streust jeden Tag neue Samen aus!

00:11:44: Immer mehr immer neue Pflanzen, immer neue Ideen aber du gibst den Boden nie Zeit damit daraus etwas wachsen kann.

00:11:56: und genau so fühlt sich unser Kopf manchmal an.

00:12:02: wir nehmen auf und wir nehmen weiter auf Aber wir geben dem Garten kaum Raum sich zu verbinden und vielleicht entstehen genau deshalb so viele gute Ideen unter der Dusche oder beim Spazierengehen.

00:12:23: Oder wenn wir einfach nur aus dem Fenster raus schauen, weil unser Gehirn endlich einmal aufhört ständig Neues aufzunehmen.

00:12:35: Unser Hirn darf anfangen das Verhandene miteinander zu verbünden.

00:12:44: Genau dort entsteht Kreativität.

00:12:51: In letzter Zeit habe ich mich gefragt, was macht ein lebendiges Leben eigentlich aus?

00:13:02: Und weißt du, was spannend ist?

00:13:04: Ich glaube immer weniger das Lebendigkeit etwas ist, dass wir im Außen finden – nicht die nächste Reise, nicht das nächste Projekt, nicht der nächste Erfolg!

00:13:16: Natürlich können uns all diese Dinge Freude schenken unbedingt.

00:13:21: Aber ich glaube inzwischen, Lebendigkeit beginnt ja viel früher.

00:13:30: sie beginnt in der Beziehung zu uns selbst.

00:13:35: denn wie wollen wir spüren was wir wirklich wollen wenn wir nicht hören was in uns passiert?

00:13:48: Bei mir ist es gerade so dass Martin wenig zu Hause ist.

00:13:55: Martin hat seinen Job gewechselt und früher war er viel im Homeoffice, auch wenn ihn nicht den ganzen Tag nebeneinander gesessen sind so war ich doch nicht alleine irgendwie zuhause ja?

00:14:09: Und dadurch dass Martin gerade wenig Zuhause ist bin ich eben viel alleine Zuhauser und jetzt ist es so das da irgendwie mehr Zeit und ich habe irgendwie so ständig den Gedanken, ich muss irgendwas machen.

00:14:31: Und ich überleg dann sowas kann nicht machen.

00:14:33: soll ich wegfahren?

00:14:36: soll ich irgendwelche Projekte im Haus angehen meinen Kleiderschrank ausmisten oder Ausmustern?

00:14:42: soll ich irgendein Projekt starten irgendetwas?

00:14:45: Hauptsache Ich bin beschäftigt und ich hab mich dann irgendwann gefragt warum eigentlich?

00:14:55: Warum darf der nicht einfach mal so etwas wie Freizeit sein, ohne dass jemand bei mir ist oder im Haus ist?

00:15:07: Ich habe mich gefragt.

00:15:10: Warum fühlt sich das unangenehm an für mich?

00:15:14: Oder es ist auch ungewohnt für mich und diese Gefühle die da in mir hochgekommen sind?

00:15:25: dadurch hat mich irgendwie überrascht Und ich habe gemerkt, dass sich Beschäftigung oft mit Sinn verwechselt.

00:15:37: Dass ich glaube etwas Produktives tun zu müssen um das Gefühl zu haben den Tag gut genutzt zu haben Das ist mir jetzt wieder sehr bewusst geworden.

00:15:51: Das ist etwas was ich aber eigentlich eh schon weiß.

00:15:55: Aber immer wieder zwischendurch vergesse und vielleicht kennst du das auch Du setz dich hin und komm sitzt du, melde sich diese innere Stimme.

00:16:09: Ach ich könnte eigentlich noch Wäsche waschen, Mehl beantworten, Einkaufen aufräumen arbeiten!

00:16:19: Es ist fast so als hätten wir verlernt einfach dazu sein mit uns ja?

00:16:28: Und dann ist mir der Gedanke gekommen vielleicht Langewelle gar nicht das Gegenteil von Lebendigkeit.

00:16:42: Vielleicht ist die Langewahl der Anfang von Lebändigkeit?

00:16:51: Ich glaube, dass Langeweile einen unglaublich schlechten Ruf hat.

00:16:58: Dabei ist Langewaller oft einfach nur der Moment bevor etwas Neues entstehen kann.

00:17:08: Bevor wir wieder anfangen zu träumen, bevor wir kreativ werden.

00:17:14: Bevor wir unsere eigenen Gedanken hören, bevor einfach nicht so viel zu Hause ist, ist es sehr still bei mir geworden und wenn's so still wird dann begegnen wir irgendwann uns selbst.

00:18:00: Und das kann wunderschön sein aber manchmal eben auch unbequem weil Fragen auftauchen können.

00:18:11: Bin ich glücklich?

00:18:13: Bin ich erfüllt?

00:18:15: Lebe ich so wie ich leben möchte?

00:18:18: Was wünsche ich mir wirklich, wonach seh'n nicht mich?

00:18:24: Das sind große Fragen und vielleicht ist es manchmal einfacher noch ein Real anzuschauen als den eigenen Gedanken zuzuhören.

00:18:38: Und ich sage das nicht wertend ganz im Gegenteil!

00:18:42: Ich erkenne mich ja selbst an ihn wieder her und deswegen bewegt mich ja dieses Thema gerade so sehr Und ich möchte auch nicht behaupten etwas verstanden zu haben, was andere nicht verstehen.

00:18:58: Ich stecke mitten in diesem Prozess – ich bin selbst mitten im Prozess und vielleicht geht es dir ja ähnlich wie mir!

00:19:09: Ich glaube genau das ist der Punkt an dem diese Folge für mich... gar nichts mehr mit Instagram zu tun hat.

00:19:18: Instagram war nur der Auslöser, das eigentliche Thema ist ein anderes.

00:19:24: Es geht nämlich um die Frage wie bewusst lebe ich mein Leben eigentlich?

00:19:32: Denn wenn ich ehrlich bin wünsche ich mir nicht einfach weniger Bildschirmzeit!

00:19:40: Ich wünsche mir mehr Gegenwertigkeit, mehr Präsenz mehr Begegnung mit mir selbst.

00:19:52: Ich glaube nämlich, dass wir oft glauben Wir müssen uns selbst finden!

00:19:59: Wir lesen Bücher, wir besuchen Seminare, wir hören Podcasts, wir machen Ausbildungen und all das kann unglaublich wertvoll sein.

00:20:11: aber irgendwann habe ich mich gefragt was wäre wenn ich mich gar nicht finden müsste?

00:20:21: Was wäre, wenn ich längst da bin?

00:20:25: Wenn ich mich gar nicht verloren habe.

00:20:31: Was werde, wenn Ich mich einfach nur nicht mehr höre?

00:20:38: Weil es um mich herum so laut geworden ist.

00:20:43: Diesen Gedanken finde ich unglaublich tröstig!

00:20:50: Vielleicht wartet unser eigentliches Selbst und unser wahrhaftiges Selbst gar nicht irgendwo am Ende einer langen Reise.

00:20:58: vielleicht sitzt es die ganze Zeit geduldig in uns und wartet einfach darauf, dass es wieder ein bisschen ruhiger wird.

00:21:13: Je älter ich werde, desto mehr verändert sich meine Vorstellung von persönlicher Entwicklung.

00:21:20: Früher habe ich geglaubt, Wachstum bedeutet mehr zu werden – mehr Wissen, mehr Disziplin, mehr Erfolg, mehr Erreichen ... ja!

00:21:32: Und heute glaube ich, Wachstum bedeutet ganz oft auch weniger zu müssen.

00:21:45: Weniger Rollen einzunehmen, weniger Erwartungen zu erfüllen, weniger im Außen zu suchen und dafür mehr bei sich selbst anzukommen.

00:22:05: was wäre wenn Entwicklung kein hinzufügen werde sondern Ein Weg lassen.

00:22:14: Ein Loslassen, ein Leiser werden.

00:22:21: und weißt du was ich gerade besonders spannend finde?

00:22:26: Es beginnt etwas in mir mit dem ich schon lange nicht mehr in Kontakt war.

00:22:37: eigentlich hat es damit begonnen dass Martin weniger zu Hause ist.

00:22:41: ja die Rede ist von Langeweile.

00:22:50: Ich merke, dass ich beginne mich zu langweilen.

00:22:53: Das ist mir schon lange nicht mehr passiert, ja?

00:22:58: Ich kann mich gar nicht mehr erinnern und mittlerweile finde ich das positiv.

00:23:08: Früher hätte ich mir gedacht Langeweiler, das ist doch Zeitverschwendung aber ich weiß jetzt genau hier etwas Neues entstehen darf.

00:23:23: Ich sitze manchmal einfach nur da auf der Terrasse, ich schaue in den Garten Ich beobachte Timmy, unseren Hund und irgendwann taucht ein Gedanke auf.

00:23:43: Eine Idee, einen Satz für den Podcast eine Erinnerung oder ganz oft einfach auch nur ein Gefühl von Dankbarkeit – endlich ist Platz dafür da!

00:24:06: Was wäre wenn wir Inspiration gar nicht suchen müssten?

00:24:16: sondern wenn Inspiration einfach nur Raum braucht, kann es sein dass wir die Kraft dieser kleinen Zwischenräume unterschätzen diese fünf Minuten in denen wir nichts tun.

00:24:36: Diese zehn Minuten ohne Handy Die Spaziergänge ohne Kopfhörer Das Sitzen auf der Terrasse.

00:24:48: Vielleicht wirken diese Zwischenräume unspektakulär Aber vielleicht verändern genau diese Zwischenräume unser Leben.

00:25:02: So leise, das wir es zuerst gar nicht bemerken!

00:25:10: Vielleicht erinnerst du dich noch an den Satz vom Anfang dieser Folge?

00:25:14: Ich habe gesagt dass diese Instagram-Pause etwas mit mir gemacht hat... ...dass ich etwas gelernt habe schon jetzt obwohl ich sie erst seit ein paar Tagen mache.

00:25:28: und Wenn ich jetzt in einem Satz sagen müsste, was sich gelernt habe, was ich jetzt schon mitgenommen habe.

00:25:38: Dann wäre das so etwas wie dass unser Leben nicht nur von unseren bewussten Entscheidungen geprägt wird.

00:25:47: es wird vor allem von unseren unbewussten Automatismen geprägt.

00:25:56: und genau deshalb beginnt Veränderung nicht dort wo wir uns noch mehr anstrengen, sondern an dem Ort, wo wir beginnen hinzuschauen.

00:26:12: Wo wir uns selbst beobachten ohne Bewertung, ohne schlechtes Gewissen, wo wer einfach neugierig sind!

00:26:22: Ich finde Neuge es überhaupt eine wunderschöne Haltung nicht zu sagen warum mache ich das schon wieder?

00:26:29: Sondern interessant Da greife ich schon wieder automatisch zum Handy.

00:26:36: oder interessant, ich möchte fast permanent beschäftigt sein.

00:26:43: Oder interessant gerade fällt es mir schwer einfach nur dazu sein.

00:26:53: Alleine dieses Wahrnehmen verändert schon etwas.

00:26:57: Bewusstsein unterbricht diesen Automatismus und genau darin liegt für mich Freiheit!

00:27:12: Ich möchte heute keine Insta-Pause, Challenge mitgeben.

00:27:16: Kein... macht das jetzt für eine bestimmte Zeit!

00:27:19: Ich möchte dich gerne einladen.

00:27:23: Vielleicht schenkst du dir heute irgendwann fünf Minuten.

00:27:26: Fünf Minuten ohne Handy.

00:27:29: Ohne Musik, ohne Podcast, ohne Buch.

00:27:33: Ohner etwas leisten oder sein zu müssen.

00:27:36: Einfach nur fünf Minuten und dann schau was passiert.

00:27:42: Vielleicht passiert gar nichts.

00:27:45: Vielleicht wird dir langweilig, vielleicht wirst du unruhig?

00:27:50: Vielleicht greifst du dreimal automatisch zum Handy und vielleicht ist genau das schon die Erkenntnis oder vielleicht auch plötzlich ein Gedanke auf der schon lange darauf gewartet hat gehört zu werden.

00:28:14: Ich habe das Gefühl, dass diese Instagram Pause für mich gerade viel mehr ist als eine Pause von Social Media.

00:28:22: Diese Pause ist eine Erinnerung.

00:28:25: Eine Erinnerungen daran, dass ich mein Leben nicht verpassen möchte während ich dabei bin, das Leben anderer anzuschauen.

00:28:35: Eine Ernährung daran, was sich nicht jede Lücke füllen muss!

00:28:41: dass Stille nichts ist, bevor ich Angst haben muss und das ich mir selbst wieder öfter begegnen möchte.

00:28:52: Vielleicht ist es der eigentliche Luxus unserer Zeit nicht die vielen Möglichkeiten, die wir haben – nicht noch mehr Geschwindigkeit sondern mehr Momente in denen wir wirklich da sind mit uns!

00:29:08: Mit den Menschen, die Mit dem Leben, das gerade stattfindet.

00:29:16: Genau!

00:29:21: Danke dass du heute wieder ein Stück deines Weges mit mir gegangen bist.

00:29:27: Wenn diese Folge etwas in die berührt hat dann erzähl mir gern davon.

00:29:31: Ich freue mich immer sehr über deine Gedanken und deine Erfahrungen Und vielleicht nimmst Du ja heute wirklich dieser fünf Minuten Nicht für mich nicht als Challenge Sondern als kleines Geschenk an dich selbst.

00:29:47: Vielleicht wartet dort schon etwas auf dich?

00:29:51: Eine Idee, ein Gefühl, eine Sehnsucht oder einfach einen Moment in dem du wieder ganz bei dir ankommst.

00:30:03: Bis zur nächsten Folge!

00:30:05: Love, Alls und Namaste.

00:30:08: Deine Birgit.

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